jeudi 17 janvier 2008
wer hätte
noch vor ein paar Monaten gedacht, dass es in Hessen derart spannend werden würde bei den Landtagswahlen. Einerseits freut mich schon und es beruhigt mich auch, dass die schmierige Kampagne des amtierenden Ministerpräsidenten nicht aufzugehen scheint, andererseits sehe ich natürlich nicht gern die schwarz-gelbe Mehrheit schwinden. Sehr schade, dass wir uns so schrecklich festgelegt haben auf die CDU als Partner. Mir ganz persönlich gefiele eine Ampel gar nicht so schlecht. Oder auch rot-gelb, falls das reichen würde. Außerdem bin ich natürlich sehr gespannt, wie sich die Linkspartei schlagen wird. Persönlich würde ich Jan sogar ein Direktmandat aus Marburg gönnen. Politisch kann ich auf den Haufen im hessischen Landtag allerdings gut und gern verzichten.
mercredi 16 janvier 2008
schönes interview
mit Daniel Cohn-Bendit bei taz.de. Er rät seinen hessischen Parteikollegen, auf jeden Fall und unter allen Umständen eine Regierung ohne Koch anzustreben - und sei es mit der Linkspartei oder auch der FDP.
Letztlich finde ich den Standpunkt sympathisch, da ich die Mode, sich schon vor der Wahl auf Gedeih und Verderb auf eine einzige mögliche Koalition festlegen zu müssen, überhaupt nicht gut finde. Das schadet der Demokratie nämlich ganz erheblich.
Letztlich finde ich den Standpunkt sympathisch, da ich die Mode, sich schon vor der Wahl auf Gedeih und Verderb auf eine einzige mögliche Koalition festlegen zu müssen, überhaupt nicht gut finde. Das schadet der Demokratie nämlich ganz erheblich.
der saal war
brechend voll bei Lafontaine in Marburg gestern- nur noch Stehplätze - und sicherlich zum größten Teil auch Anhänger und Sympathisanten der Linken. Marburg eben. Beruhigend zu sehen, allerdings, dass die genau selben Pappnasen und Spaßgranaten (man kennt sich), die die Tendenz haben, unsere Veranstaltungen mit schrecklichen Fragen zu stören, in den eigenen Reihen ähnlich unerträglich sind.
Lafontaine sprach über die Ausbeutung der Republik durch den "neoliberalen Block", der sich aus allen anderen im deutschen Bundestag vertretenen Parteien zusammensetzt. Eine gewisse Parallele zu Westerwelles "bunt lackierten Sozialdemokraten" kann man nicht leugnen. Das Wort "neoliberal" musste jedoch gefühlte 374,5 mal an diesem Abend herhalten, was auf die Dauer selbst Linke langweilen müsste. Neben den abstrusen Ideen zur Wirtschaftspolitik: Mindestlohn von 8,44€, befristete Arbeitsverhältnisse verbieten, "Leiharbeit" verbieten, ALGII abschaffen, Renten drastisch erhöhen, unbezahlte Praktika verbieten, usw. befremdete mich viel mehr die ganz offene Ablehnung des Parlamentarismus, der durch Lobbyisten und das Großkapital so zersetzt sei, dass wir nicht mehr in einer Demokratie lebten. Man müsse viel eher die objektiven Bedürfnisse der Menschen befriedigen und "Demokratie" nicht am Verfahren, sondern an den Ergebnissen messen. Und ein ganzer Saal voller Marburger nahm es hin! Unglaublich.
Persönlich ganz besonders fragwürdig fand und finde ich, wie er seine Rolle als Totengräber der deutschen Sozialdemokratie auskostet mit dummen Sprüchen und Seitenhieben gegen die SPD, der er doch letztlich als Mensch und Politiker ungemein viel zu verdanken hat. Das grenzt an Undankbarkeit und Verrat, ich finde das enorm charakterschwach.
Lafontaine sprach über die Ausbeutung der Republik durch den "neoliberalen Block", der sich aus allen anderen im deutschen Bundestag vertretenen Parteien zusammensetzt. Eine gewisse Parallele zu Westerwelles "bunt lackierten Sozialdemokraten" kann man nicht leugnen. Das Wort "neoliberal" musste jedoch gefühlte 374,5 mal an diesem Abend herhalten, was auf die Dauer selbst Linke langweilen müsste. Neben den abstrusen Ideen zur Wirtschaftspolitik: Mindestlohn von 8,44€, befristete Arbeitsverhältnisse verbieten, "Leiharbeit" verbieten, ALGII abschaffen, Renten drastisch erhöhen, unbezahlte Praktika verbieten, usw. befremdete mich viel mehr die ganz offene Ablehnung des Parlamentarismus, der durch Lobbyisten und das Großkapital so zersetzt sei, dass wir nicht mehr in einer Demokratie lebten. Man müsse viel eher die objektiven Bedürfnisse der Menschen befriedigen und "Demokratie" nicht am Verfahren, sondern an den Ergebnissen messen. Und ein ganzer Saal voller Marburger nahm es hin! Unglaublich.
Persönlich ganz besonders fragwürdig fand und finde ich, wie er seine Rolle als Totengräber der deutschen Sozialdemokratie auskostet mit dummen Sprüchen und Seitenhieben gegen die SPD, der er doch letztlich als Mensch und Politiker ungemein viel zu verdanken hat. Das grenzt an Undankbarkeit und Verrat, ich finde das enorm charakterschwach.
mardi 15 janvier 2008
heute abend
gehen wir uns Lafontaine in Marburg im TTZ anschauen. Bin gespannt, habe ihn nämlich noch nie live gesehen und er soll die Bude ja zum Kochen bringen können. Wer kurzentschlossen mitkommen möchte, muss nur um halb acht in der Vorhalle sein.
lundi 14 janvier 2008
dimanche 13 janvier 2008
und täglich
hupt der Dudelsack. Ich werde ihn fast ein bisschen vermissen, wenn ich hier nicht mehr wohne, demnächst.
samedi 12 janvier 2008
den abend
mit liberalem Nachwuchs verbracht und ihn fast mit nach Hause genommen, wenn man mich gelassen hätte.
übrigens lese
ich gerade von Volker Gerhardt "Partizipation - das Prinzip der Politik". Bei Perlentaucher.de kommt es zwar schlecht weg, mir macht es bisher aber trotzdem Spaß, wenn auch der systematische Anspruch wirklich nicht so hoch ist. Vielleicht ist es deswegen aber auch angenehmer zu lesen als die üblichen sozialphilosophischen Werke.
angesichts meines
nahenden Umzugs verkaufe ich gerade sechs meiner Lehrbücher bei ebay. Es gibt schon jede Menge "Beobachter" und auch schon vier Gebote. Meine Güte, ist das spannend! Nur "Anatomie für Mündliche Prüfungen" will niemand haben. Mir ist es ebenfalls geschenkt worden, von daher kann ich das nachvollziehen.
vendredi 11 janvier 2008
so, jetzt
habe ich zum ersten Mal Briefwahl veranstaltet. Seltsames Gefühl, sich schon festgelegt zu haben, bevor alle anderen das tun werden.
jeudi 10 janvier 2008
gerade im netz
gefunden: den Ami-Wahl-O-Mat. Nicht so gut wie die Variante der Bundeszentrale für politische Bildung, aber vielleicht ein interessanter Anhaltspunkt. Meinen angeblichenFavoriten kannte ich bisher gar nicht. Mir ist nichtmal bewusst, dass es den zu wählen gibt. Platz zwei war McCain und dann kam Obama. Wenigstens liege ich mit meinem Gefühl also wohl tatsächlich halbwegs richtig, wenn ich denen beiden den Sieg im jeweiligen Lager wünsche.
mercredi 9 janvier 2008
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