jeweilige Außenpolitik der europäischen Staaten und der USA sich in letzter Konsequenz so sehr oft nicht entscheiden, spürt man im gesundheitspolitischen Diskurs, den unsere amerikanischen Freunde gerade führen, einen riesigen Mentalitätsunterschied.
Wenn ein republikanischer Senator in der Show "Real Time with Bill Maher" sagt, dass ein 25jähriger sich entscheiden dürfen muss, eben keine Gesundheitsversicherung zu haben, und ihm niemand widerspricht - dann zeigen sich die Unterschiede klar. Schließlich bedeutet die konsequente Anwendung dieses Prinzips, dass derselbe 25jährige an einem Lymphom sterben oder sich hoch verschulden wird, wenn er mit 26 daran erkrankt, anstatt mit etwas Glück und guter (teurer) Behandlung noch ein langes sorgloses Leben vor sich zu haben.
So konsequent möchte diesseits des Atlantiks niemand sein, weswegen folgerichtig die Entscheidung, sich nicht zu versichern, nicht vorgesehen ist. Ein Stück weit ist das staatliche Bevormundung und meinetwegen ist es auch ein bisschen sozialistisch, ganz bestimmt ist es sozial. Persönlich würde ich daran aber nichts ändern, selbst wenn ich das könnte.
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vendredi 14 août 2009
samedi 11 juillet 2009
im schönen
Bamberg durfte ich gestern einen kleinen Vortrag halten, was mich besonders freut, da ich vor genau einem Jahr bei derselben Veranstaltung noch staunender Gast war und mich nun schon selbst beweisen konnte. Bamberg ist auch ansonsten wirklich immer eine Reise Wert mit seinen wunderhübschen Gassen und den vielen Kirchen. Die bezaubernde Mischung aus altem Mauerwerk, gepflegten Vorgärten und Balkons und Fachwerk macht schon was her. Schön, dass einige dieser Städte den Weltkrieg so gut überstanden haben.
lundi 22 juin 2009
das putzige
von aller Welt abgeschirmte Marburg fehlt mir besonders, wenn ich Berichte wie diesen lese von der Besetzung des Instituts für Politikwissenschaften in meiner Studienstadt. Typisch daran ist weniger die Besetzung selbst als die genauen Umstände mit der prompten Bereitstellung einer Privatbibliothek für Mitstudenten und der freundlichen Duldung der Proteste durch die tiefroten Stadt- und Univerwaltungen.
dimanche 21 juin 2009
das beste
Argument gegen Zensur-Ulla und jegliche staatliche Versuche das Netz zu kontrollieren, sollte doch die aktuelle Entwicklung im Iran sein. Ohne moderne Medien und deren glücklicherweise nur insuffiziente Zensur wären die Demonstrationen gegen vermuteten Wahlbetrug so nicht denkbar gewesen. Jenseits von Kinderporno- und Raubkopie-Debatten wird zu wenig betont, wie viel Positives das unkontrollierte Netz für den einzelnen Menschen bedeuten kann. Insbesondere sollten die konventionellen Medien diesen Zusammenhang konservativen und älteren Wählern klar zu machen versuchen.
samedi 20 juin 2009
die rasende
Geschwindigkeit mit der uns Berichte aus dem Iran erreichen finde ich unglaublich. Die deutsche Wikipedia verzeichnet sogar Ereignisse, die für heute geplant sind. Der Iran unterscheidet sich in diesem Punkt auch klar von Regimen wie Nordkorea oder Myanmar, wo den Bürgern jede Informationsfreiheit und der Zugang zum Internet genommen werden. Das scheint im letztlich doch erstaunlich aufgeklärten Gottesstaat Iran so nicht möglich zu sein. Man darf gespannt sein, was die kommenden Tage bringen.
selbst amerikanische
Politiker sind bessere Kabarettisten als die Menschen, die sich im deutschen Fernsehen dafür halten.
dimanche 7 juin 2009
diese zwölf
Menschen werden wohl demnächst für Deutschland die ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament bereichern:
1 Dr. Silvana Koch-Mehrin, MdEP Baden-Württemberg
2 Alexander Graf Lambsdorff, MdEP Nordrhein-Westfalen
3 Dr. Jorgo Chatzimarkakis, MdEP Saarland
4 Dr. Wolf Klinz, MdEP Hessen
5 Gesine Meißner, MdL Niedersachsen
6 Alexander Alvaro, MdEP Junge Liberale
7 Holger Krahmer, MdEP Sachsen
8 Michael Theurer, MdL Baden-Württemberg
9 Nadja Hirsch Bayern
10 Jürgen Creutzmann, MdL Rheinland-Pfalz
11 Alexandra Thein Berlin
12 Britta Reimers Schleswig-Holstein
1 Dr. Silvana Koch-Mehrin, MdEP Baden-Württemberg
2 Alexander Graf Lambsdorff, MdEP Nordrhein-Westfalen
3 Dr. Jorgo Chatzimarkakis, MdEP Saarland
4 Dr. Wolf Klinz, MdEP Hessen
5 Gesine Meißner, MdL Niedersachsen
6 Alexander Alvaro, MdEP Junge Liberale
7 Holger Krahmer, MdEP Sachsen
8 Michael Theurer, MdL Baden-Württemberg
9 Nadja Hirsch Bayern
10 Jürgen Creutzmann, MdL Rheinland-Pfalz
11 Alexandra Thein Berlin
12 Britta Reimers Schleswig-Holstein
vendredi 29 mai 2009
wie ich soeben
erneut lesen musste, werden bald zusätzlich zu den Warnungen auf Zigarettenpackungen noch Bilder von Organschäden oder andere bewusst abschreckende Bilder auf den Packungen zu sehen sein. Wo ist hier eigentlich der Nichtraucherschutz?
Ganz abgesehen davon, dass ich es für einen unzulässigen Eingriff in das Marketing für ein immerhin erlaubtes Produkt halte, finde ich es Nichtrauchern nicht zumutbar an der Supermarktkasse diese Bilder minutenlang anschauen zu müssen. Ganz abgesehen davon, dass auch Kinder sie sehen werden.
Ganz abgesehen davon, dass ich es für einen unzulässigen Eingriff in das Marketing für ein immerhin erlaubtes Produkt halte, finde ich es Nichtrauchern nicht zumutbar an der Supermarktkasse diese Bilder minutenlang anschauen zu müssen. Ganz abgesehen davon, dass auch Kinder sie sehen werden.
mardi 26 mai 2009
solange für
Studien dieser Art noch Geld da ist, scheint es mit der Haushaltslage so schlimm nicht zu sein. Konfliktforscher informieren uns, dass wir uns im Irak engagieren sollen, Somalia neue Strukturen braucht und wir Israel keine Waffen mehr liefern sollen. Das schwankt zwischen banal und grundfalsch und vor allem wird sich daran zurecht ohnehin niemand halten.
mardi 19 mai 2009
der bundesparteitag
verlief alles in allem recht erfolgreich und vor allem nahezu auffallend harmonisch. Fast wie bei der CDU, also eigentlich ganz erschreckend. Zumindest habe ich mich zu einem ersten kleinen Wortbeitrag vor über 800 Menschen durchringen können und es auch ganz gut überstanden.
Das Wahlprogramm ist deutlich marktwirtschaftlich positioniert und auch zu Einzelfällen, wie dem leidigen Opel-Thema, haben wir uns klar verortet. Leider ist in diesem speziellen Fall kaum zu erwarten, dass die tatsächlich entscheidenden liberalen Abgeordneten sich daran halten werden. Zudem würde es uns bei aller Wahlkämpferei gut zu Gesicht stehen, ein bisschen Sparpotential im Bundeshaushalt zu finden. Das auch von uns angekündigte höhere Kindergeld ist beispielsweise angesichts der Forderung nach ausgeglichenen Haushalten und Verschuldungsverbot ein unredliches Versprechen.
Das Wahlprogramm ist deutlich marktwirtschaftlich positioniert und auch zu Einzelfällen, wie dem leidigen Opel-Thema, haben wir uns klar verortet. Leider ist in diesem speziellen Fall kaum zu erwarten, dass die tatsächlich entscheidenden liberalen Abgeordneten sich daran halten werden. Zudem würde es uns bei aller Wahlkämpferei gut zu Gesicht stehen, ein bisschen Sparpotential im Bundeshaushalt zu finden. Das auch von uns angekündigte höhere Kindergeld ist beispielsweise angesichts der Forderung nach ausgeglichenen Haushalten und Verschuldungsverbot ein unredliches Versprechen.
mercredi 15 avril 2009
das onlineangebot
der FAZ nähert sich mit Riesenschritten dem Niveau von SPON, wenn es dieses nicht längst unterschritten haben sollte. Besonders anstrengend fand ich zuletzt die unreflektierte Nutzung des Begriffs "Unterschicht", gerne auch als "Unterschichtenkinder". Es ist noch nicht lange her, dass Harald Schmidt mit diesem Wort peinlich berührtes Kichern im Publikum auslöste, mittlerweile serviert die FAZ den Begriff online zum Frühstück. Man nenne mich empfindlich, aber das erscheint mir insgesamt kein gutes Zeichen zu sein.
eine beschreibung
wie diese würde man (abzüglich des Wortes "Rakete") doch eher um 1809 datieren als 2009:
"Der Besatzung gelang es, den Seeräubern durch Ausweichmanöver zu entkommen, teilte ein Sprecher der Marine mit. Als der um Hilfe gebetenen amerikanische Zerstörer „USS Bainbridge“ dem Frachter wenige Stunden später zu Hilfe eilte, waren die Piraten bereits verschwunden. An der „Liberty Sun“ war durch den Raketenbeschuss Sachschaden entstanden, das Schiff blieb aber fahrtüchtig. Ein kleines Feuer konnte die Besatzung löschen. Die „Bainbridge“ geleitete den Frachter dann zu ihrem Bestimmungshafen in Mombasa."
"Der Besatzung gelang es, den Seeräubern durch Ausweichmanöver zu entkommen, teilte ein Sprecher der Marine mit. Als der um Hilfe gebetenen amerikanische Zerstörer „USS Bainbridge“ dem Frachter wenige Stunden später zu Hilfe eilte, waren die Piraten bereits verschwunden. An der „Liberty Sun“ war durch den Raketenbeschuss Sachschaden entstanden, das Schiff blieb aber fahrtüchtig. Ein kleines Feuer konnte die Besatzung löschen. Die „Bainbridge“ geleitete den Frachter dann zu ihrem Bestimmungshafen in Mombasa."
lundi 13 avril 2009
aus einem
Leserkommentar im Internetangebot der Bangkok Post:
The Land of Sadness
No longer viewed by the majority of Thais or the expat community as the Land of Smiles, the red and yellow shirts have damaged the image of Thailand and they have caused the people of Thailand to lose face in the eyes of the world.
The yellow shirts closed the airport and the red shirts now brought on the closure of the Asean Summit, resulting in the loss of much-needed revenue for Thailand. It is a poor example of Buddhism to not care about the good but to bring about bad. All those involved in destabilising the economy and making Thailand lose face will get to experience the karma of their actions.
It is a true shame that the government has lost control of the country. The military ''securing'' the Asean conference venue just stepped aside and let the red shirts take control.
Both sides claim to want democracy but they do not listen to the majority, only to their tiresome and unsuccessful agenda. Democracy is a consensus of the majority. Both sides need to sit down and work out compromises until fair and unbiased elections choose the government that the majority elects.
The Land of Sadness
No longer viewed by the majority of Thais or the expat community as the Land of Smiles, the red and yellow shirts have damaged the image of Thailand and they have caused the people of Thailand to lose face in the eyes of the world.
The yellow shirts closed the airport and the red shirts now brought on the closure of the Asean Summit, resulting in the loss of much-needed revenue for Thailand. It is a poor example of Buddhism to not care about the good but to bring about bad. All those involved in destabilising the economy and making Thailand lose face will get to experience the karma of their actions.
It is a true shame that the government has lost control of the country. The military ''securing'' the Asean conference venue just stepped aside and let the red shirts take control.
Both sides claim to want democracy but they do not listen to the majority, only to their tiresome and unsuccessful agenda. Democracy is a consensus of the majority. Both sides need to sit down and work out compromises until fair and unbiased elections choose the government that the majority elects.
samedi 11 avril 2009
mir war gar
nicht bewusst gewesen, wie ethnisch divers Saudi-Arabien eigentlich ist. Ein schöner Bericht der leider wohl sterbenden New York Times über einen schwarzen Imam im Land der Saudis. Noch toller wäre natürlich ein weiblicher Imam, aber man soll ja nicht immer meckern, schon gar nicht an Ostern.
dimanche 5 avril 2009
zumindest theoretisch
kann ich gut nachvollziehen, dass eine rein männliche Elite Frauen systematisch zu unterdrücken versucht in der Annahme, es würde ihr soziales und berufliches Leben erleichtern. Dennoch sollte man doch vermuten, dass die meisten dieser regierenden Männer in Ländern wie Afghanistan Väter von Töchtern sind. Und obwohl man möglicherweise denken kann, dass auch die eigene Tochter als Frau keinen Anspruch auf Autonomie hat, sollten doch die meisten Väter ihren Töchtern keine regelmäßige Vergewaltigung in der Ehe wünschen. Warum das offenbar aber so nicht stimmt, würde ich gern verstehen.
vendredi 3 avril 2009
gerade habe ich
mir, wie fast jeden Wochentag, die gestrige Episode der Daily Show im Netz angeschaut und musste erneut feststellen, dass vollkommene naturwissenschaftliche Unbildung als normal oder gar sympathisch empfunden wird. Es scheint eher akzeptiert zu sein, keinen blassen Schimmer vom Periodensystem der Elemente zu haben, als nicht zu wissen, wie man korrekt ein Werk Mozarts benennt, oder keine drei Literaturnobelpreisträger nennen zu können. Ich sehe es eigentlich genau umgekehrt. Schließlich fußt der überwiegende Teil unseres Wohlstands auf Medizin, Technik und Naturwissenschaft. In Schule und Medien läuft etwas falsch, wenn basales Wissen um einfache Zusammenhänge in der Natur als geekig und überflüssig gilt.
lundi 30 mars 2009
es muss nicht
immer um große Politik gehen. Heute stattdessen meine unmaßgeblichen Gedanken zu Madonnas ebenso unmaßgeblicher geplanten Adoption eines Mädchens aus Malawi: Warum in aller Welt sollte man zögern, das Kind einer toten unverheirateten 18jährigen, das in einem Waisenhaus in einer Region mit über 15% HIV-Prävalenz lebt, in Madonnas Obhut zu geben? Wo es Geschwister, alles Geld der Welt und eine gute Ausbildung haben wird. Ist aidskrank, bitterarm und womöglich zwangsprostituiert im eigenen Land wirklich so viel besser?
vendredi 27 mars 2009
nachdem ich soeben
lesen musste, dass statt Breitbandinternet auf dem Land doch lieber Milchbauern subventioniert werden sollen, sehe ich mich genötigt, einige Worte zur Milchhysterie zu sagen. Es kann nicht Aufgabe des Steuerzahlers sein, unsere Milchbauern zu versorgen, weil durch segensreiche Einwirkungen der EU der Preis in Zukunft nicht mehr künstlich hochgehalten werden kann. Warum ist teurer Strom unsozial und teure Milch Ehrensache?
Und zweitens erscheint es mir unredlich, die Bürger zum Milchtrinken aufzufordern. Es wird ohnehin zu viel Milch getrunken. Milch ist weder sonderlich umweltfreundlich in der Herstellung, noch auch nur andeutungsweise so gesund, wie stets behauptet wird. Sie ist als Naturprodukt aus Massentierhaltung potentiell belastet. Sie enthält nicht mehr Kalzium als ein gutes Mineralwasser oder grünes Gemüse oder viele andere Lebensmittel. Und vor allem macht sie fett. Und die Deutschen sind in aller Regel nicht mangelernährt, sondern überfüttert. Durch einen Liter Milch am Tag wird das bestimmt nicht besser.
Und zweitens erscheint es mir unredlich, die Bürger zum Milchtrinken aufzufordern. Es wird ohnehin zu viel Milch getrunken. Milch ist weder sonderlich umweltfreundlich in der Herstellung, noch auch nur andeutungsweise so gesund, wie stets behauptet wird. Sie ist als Naturprodukt aus Massentierhaltung potentiell belastet. Sie enthält nicht mehr Kalzium als ein gutes Mineralwasser oder grünes Gemüse oder viele andere Lebensmittel. Und vor allem macht sie fett. Und die Deutschen sind in aller Regel nicht mangelernährt, sondern überfüttert. Durch einen Liter Milch am Tag wird das bestimmt nicht besser.
mercredi 25 mars 2009
man kann wohl
sicher sagen, dass ich eine ungewöhnlich hohe Auslastung habe, wenn schon jetzt im März klar ist, dass sich bei mir im November zwei wichtige Termine genau überschneiden werden.
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